Julian Joswig: IT Blog

iOS Updates auf Supervised Geräten mit iOS 11.3 verzögern

Geschrieben am 25. Jan 2018, 20:16

Wie mit allen iOS x.3 (d. h. 9.3, 10.3) Updates adressiert Apple vor allem Unternehmensnutzer. Auch diesmal hat Apple an Unternehmen gedacht und bringt eine Option, die in einigen IT-Abteilungen für Erleichterung sorgen wird: Auf Geräten mit iOS 11.3 können Systemupdates bis zu 90 Tage verzögert werden. Die Veröffentlichung von iOS 11.3 wird noch im Frühjahr 2018 erwartet.

Neue Konfigurationsoption "enforcedSoftwareUpdateDelay"

Mit der Veröffentlichung von iOS 11.3 wird eine neue Konfigurationsoption aufgenommen, welche die Option auf ein neues Release von iOS zu aktualisieren, bis zu 90 Tage lang unterdrückt. Die neue Konfigurationsoption lautet: enforcedSoftwareUpdateDelay. Zugeordnet ist diese Option den "Restrictions" in iOS. Als Beschreibung gibt Apple an:
Supervised only. This restriction allows the admin to set how many days a software update on the device will be delayed. With this restriction in place, the user will not see a software update until the specified number of days after the software update release date.
The max is 90 days and the default value is 30.
Availability: Available only in iOS 11.3 and later and macOS 10.13.4 and later.
Quelle: https://developer.apple.com/library/content/featuredarticles/iPhoneConfigurationProfileRef/Introduction/Introduction.html Es ist also möglich, auf Supervised Geräten (egal ob per Device Enrollment Program oder manuell per Apple Configurator aktiviert), ein iOS Update für einen beliebigen Zeitraum zwischen 1 und 90 Tagen zu verhindern. Bisherige Ansätze, wie bspw. das Blockieren der Verbindung zum Apple Update Server in einem Proxy, scheinen damit obsolet zu werden. Die Einstellung kann mit einem kompatiblen Mobile Device Management System auf die Geräte ausgerollt werden.

Vorteile der neuen Lösung

Die IT im Unternehmen erhält durch die neue Option vor allem mehr Zeit zum Test der neuen iOS Releases, bevor sie bspw. eine generelle Freigabe erteilen. Dies könnte sich insbesondere positiv beim Einsatz von unternehmenseigenen Apps auszahlen, da sich dann hier mehr Zeit zur Behebung von Bugs ergibt. Eine generelle Möglichkeit zur Verhinderung von iOS Updates gibt es weiterhin nicht und wird es meiner Meinung nach nicht geben.  

Julian Joswig

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Über diesen Blog

Was ist der Inhalt dieses Blogs, fragt ihr euch vielleicht? Mein Name ist Julian Joswig und ich bin großer Fan von IT und Technologie (hauptsächlich Linux, Server, Netzwerke und alle damit verbundenen Themen). Manchmal beiße ich mir an schwierigen Sachverhalten fast die Zähne aus. Habe ich jedoch eine Lösung gefunden, möchte ich diese mit der Welt teilen. Beruflich arbeite ich als Management Consultant in Deutschland mit Fokus auf IT und Business.

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